Geschichten aus dem echten Leben
Wer bin ich und warum schreibe ich
Hi! Ich bin Irina, Mitte 40, Ärztin, und definitiv keine Hundeexpertin oder Trainerin. Ich arbeite viel und gerne. Jeden Tag mit Menschen zusammen zu sein und für sie da zu sein, das erfüllt mich und lässt mich täglich gerne zur Arbeit gehen.
Vor knapp drei Jahren trat Torvi, meine Labradorhündin, in mein Leben. Seitdem ist vieles anders.
Einen Hund haben wollen, das war schon immer ein Wunsch von mir. Ich bin in einer grossen Familie mit drei Brüdern aufgewachsen, Hunde gehörten einfach dazu. Aber alleine die Verantwortung für einen Hund zu übernehmen, dazu kam es bisher nicht. Nach der Schule ein Auslandsjahr, danach ein langes Studium, dann der Berufseinstieg in einem verantwortungsvollen Job: Da war schlicht kein Platz für einen Hund. Und dann war da das Reisen. Neuseeland, Afrika, Asien, unzählige Roadtrips durch die USA und Kanada mit meinem Mann, den ich im Spital kennengelernt habe. Sobald ein paar freie Tage in Sicht waren, wollte ich weg und etwas entdecken. Ein Hund hätte da nicht reingepasst. Zumindest dachte ich das.
Dabei war der Wunsch nie weg. Er war immer da, im Hintergrund, manchmal leiser, manchmal so laut, dass es wehtat. Mein Mann wollte genauso sehr einen Hund wie ich. Jahrelang haben wir davon geträumt, überlegt, abgewogen und den Gedanken immer wieder verworfen. Wir wollten einen Hund nicht neun Stunden am Tag allein lassen, das kam für uns nicht in Frage. Arbeitspensum reduzieren? In unseren Berufen hätte das nicht weniger Stunden am Tag bedeutet, sondern weniger Tage. Schichtdienste abgleichen, so dass immer jemand zu Hause ist? Dann hätten wir uns gar nicht mehr gesehen. Es gab immer einen Grund, es nicht zu tun. Doch irgendwann änderte sich unser Leben, mein Mann hat sich entschlossen, ein Sabbatjahr einzulegen und sich beruflich neu zu orientieren. Da haben wir den Schritt gewagt.
Vom ersten Tag an hat Torvi mein Herz erobert. Sie macht jeden einzelnen Tag zu etwas Besonderem, durch ihr Wesen, ihre Art, Zuneigung zu zeigen, und diese pure Freude, die sie ausstrahlt, wenn man einfach für sie da ist. Ich hätte nie gedacht, dass man ein Tier so sehr lieben kann. So sehr, dass es manchmal wehtut. Der Gedanke, dass sie nicht so lange leben wird wie ich und mich nur einen Teil meines Lebens begleiten kann, das macht mich jedes Mal wahnsinnig traurig und mir schiessen sofort die Tränen in die Augen. Aber so ist es nun mal. Und genau deshalb versuche ich, jeden Tag bewusst mit ihr zu erleben und jede Sekunde zu geniessen.
Warum schreibe ich?
Ich möchte erzählen, wie sich mein Leben mit Torvi verändert hat. Welche Gedanken mir auf dem Weg dahin durch den Kopf gegangen sind, welche Sorgen und Ängste ich hatte und wie sich der Alltag mit ihr anfühlt. Mit Höhen und Tiefen, Freude und Tränen, Liebe und Herausforderungen, an die man vorher gar nicht denkt. Selbstreflexion und Arbeit an sich selbst gehören auch dazu.
Vielleicht erkennt sich ja der eine oder andere wieder. Oder es hilft jemandem, die eigene Entscheidung für oder gegen ein Leben mit Hund zu treffen.
Torvi wird ihre eigene Geschichte auch erzählen, auf ihre ganz eigene Art.
Hi, ich bin Irina
seitdem Torvi in mein Leben getreten ist, kann ich mir ein Leben ohne Hund nicht mehr vorstellen. Ich bin keine Trainerin und keine Expertin. Ich erzähle einfach, wie es ist: ehrlich, emotional und manchmal mit Tränen in den Augen. Vor Lachen und vor Liebe.
Ich bin Torvi
ein foxred Labrador, drei Jahre alt, und laut Irina eine Frohnatur mit Hang zur Tollpatschigkeit. Ich erzähle meine Seite der Geschichte. Wie ich die Welt rieche, spüre und erlebe.