Ich bin Torvi

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Geschichten aus dem echten Leben

Ich bin Torvi

Die meisten Menschen, die mich zum ersten Mal sehen, bleiben kurz stehen. Dann kommt fast immer die gleiche Frage: «Was ist das für eine Rasse?» Ich bin ein Labrador. Aber das sehen viele nicht sofort, weil mein Fell anders ist als erwartet. Foxred, ein warmer Rotton, der in der Sonne leuchtet und der Irina immer wieder dazu bringt, mich einfach nur anzuschauen. Meine Augen sind tiefbraun, meine Nase schwarz. Mein Körper ist schlank und athletisch, nicht so rund und schwer wie bei manchen anderen aus meiner Rasse. Meine Rute ist dünn, kein dicker Otterschwanz, und zwischen meinen Zehen sitzen kleine Schwimmhäutchen, die kaum jemand bemerkt. Aber sie gehören zu mir.

Ich bin ein Dual Purpose Labrador Retriever mit starken Anteilen der amerikanischen Arbeitslinie. Das klingt nach Fachbegriff, aber was es bedeutet, ist einfach: Ich will arbeiten. Nicht weil ich muss, sondern weil es sich richtig anfühlt. Eine Aufgabe bekommen und sie lösen, das macht mir wahnsinnig viel Spass. Das treibt mich an, jeden Tag. Ein Schnüffelteppich überbrückt mal einen verregneten Nachmittag, ersetzt echte Beschäftigung aber nicht. Eigentlich will ich raus, bei Wind und Wetter, nur Starkregen muss nicht unbedingt sein. Ich möchte es immer besonders gut machen, «Will to please» nennen das die Menschen. Es fühlt sich gut an, wenn Irina und Michael zufrieden sind. Bei Michael merke ich das sofort an seinem Blick, an seiner Haltung, an der Art, wie seine Hand sich bewegt. Dafür brauche ich keine Worte.

Wasser ist meins. Das war nie anders und wird nie anders sein. Bach, See, Pfütze oder Meer, spielt keine Rolle. Wenn Wasser da ist, bin ich drin. Mein Körper wird leicht, meine Pfoten arbeiten von allein und alles andere rückt in den Hintergrund. Genauso liebe ich es, durch Wiesen und Felder zu streifen, die Nase tief im Gras, den Wind im Fell.

Mit Menschen bin ich unkompliziert. Kinder, Fremde, laute Restaurants oder ruhige Abende bei Freunden, das macht mir nichts aus. Ich bin gerne dabei und kann mich dann auch einfach in eine Ecke legen und beobachten. An Michael orientiere ich mich am meisten. Wenn er ruhig wird, werde ich ruhig. Je nachdem, wie er sich bewegt, weiss ich, was ich tun soll. Das war von Anfang an so und ist über die Jahre stärker geworden, vielleicht auch, weil ich mit ihm die meiste Zeit verbringe. Irina ist tagsüber oft nicht da. Aber wenn sie am Wochenende Zeit nur mit mir verbringt, hüpft mein Herz.

Ich belle nicht viel, bin nicht aggressiv und gehe nicht sofort in die Verteidigung, wenn jemand Fremdes ins Haus kommt. Wenig «territorial» nennen die Menschen das. Mag sein. Aber ich beobachte genau. Ruhig, aber aufmerksam.

Streicheleinheiten brauche ich selten. Nicht weil ich es nicht mag, sondern weil Nähe für mich anders funktioniert: im selben Raum sein, die Stimmen hören, wissen, dass alle da sind. Das reicht mir meistens. Wenn ich körperliche Nähe möchte, lasse ich das die anderen spüren. Wenn nicht, dann auch. Leider versteht das nicht jeder sofort.

Es gibt Momente, in denen es mit mir durchgeht. Beim Hürdenlaufen zum Beispiel. Mein Kopf will schneller als meine Pfoten können, ich werde übereifrig, stolpere, fange mich wieder. Irina und Michael lachen dann. Mir macht das nichts aus. Der Clown in mir gehört genauso zu mir wie alles andere.

Ich bin eine Frohnatur. Ich arbeite gern, ich beobachte viel, und ich bin am liebsten dort, wo meine Menschen sind. Jeder Tag mit ihnen ist ein guter Tag.

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Hi, ich bin Irina

seitdem Torvi in mein Leben getreten ist, kann ich mir ein Leben ohne Hund nicht mehr vorstellen. Ich bin keine Trainerin und keine Expertin. Ich erzähle einfach, wie es ist: ehrlich, emotional und manchmal mit Tränen in den Augen. Vor Lachen und vor Liebe.

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Ich bin Torvi

ein foxred Labrador, drei Jahre alt, und laut Irina eine Frohnatur mit Hang zur Tollpatschigkeit. Ich erzähle meine Seite der Geschichte. Wie ich die Welt rieche, spüre und erlebe.

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